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Mobilität

Unterwegs im autonomen Kleinbus von Monheim.

Die Busse kennen keine Verkehrsregeln, sondern fahren die eingespeicherte Strecke ab. Dabei wird der Standort laufend über GPS ermittelt. Zudem kommen vier Sensoren in der Nähe der Räder und ein Sensor auf dem Dach zum Einsatz, um Hindernisse zu erkennen und die Geschwindigkeit zu regulieren.

Direkt nach dem Einstieg in den Bus wird man auf die Anschnallpflicht hingewiesen. Diese ist auch sehr sinnvoll, wie ich später mitbekomme. Der Bus bietet 6 Sitzplätze, aufgrund von Corona dürfen nur drei Fahrgäste mitfahren. Der Bus fährt die Strecke mit einem Tempo von bis zu 16 km/h ab. Dabei hält er auch an den Stationen automatisch. Allerdings fährt der Bus schon bei kleinsten Hindernissen nicht mehr autonom. So hält dieser bei am Straßenrand parkenden Autos an und umfährt diese nicht automatisch. Hier kommt dann der menschliche Operator zum Einsatz, der mithilfe eines Joysticks den Bus steuert und zurück auf die Route führt. Auch bei schwierigen Verkehrssituationen oder einfachen „rechts vor links“-Situationen muss der Operator auf dem Display bestätigen, dass die Straße frei ist.

Aufgrund der geringen Geschwindigkeit werden auch viele Autofahrer ungeduldig und überholen den Bus. Dies führt dann in den meisten Fällen zu einer Notbremsung des Busses, wenn die Autos vor dem Bus einscheren. Aber auch schon kleine Störeinflüsse wie Blätter können zu einer Notbremsung führen, wenn diese durch die Sensoren erkannt werden.

Mir gefällt das Konzept und es freut mich, dass so schon eine Akzeptanz für autonome Busse geschaffen wird. Allerdings muss man auch sagen, dass hier auf jeden Fall noch viel Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al besteht und ich freue mich dementsprechend auf Weiterentwicklungen.